Kleine Türkin, mittellange Texte

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Nur ich liebe dich, die anderen lügen!

Freitag, 25. Dezember 2009

Homies mit Kollegen und deren Atzen

Letzten Dienstag bin ich durch die Stadt geloffen, auf der Suche nach einem neuen Kleid. Und Zahnpasta.

Da läuft mir doch tatsächlich Spiderman über den Weg.
Gott, ich hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen und wir sind gleich ins nächste Café und haben bei einem Tässchen Kaffee, mit viel viel viel Zucker, über alte Zeiten getratscht. Wunderschön!

Wir haben uns so gut verstanden, dass ich ihn gleich auf die Party, die ich nächstes Wochenende geben werde, eingeladen hab. Das wird wars.

Für die besagte Party war noch viel zu organisieren, doch zum Glück hatte ich meine Helfer!
Catwoman kümmerte sich ums Essen und Iron Man war für die Deko zuständig. Es lief klasse!


Samstag. Party läuft!

Es sind viele gekommen und jeder hatte seinen Spaß. Ich rannte hin und her, überall rufte jemand meinen Namen. Revan hier, Revan da! Zuerst hatte sich Batman auf dem Klo eingeschlossen, doch es war nicht seine Schuld. Das Schloss war seit Wochen kaputt und das es soweit kommt war nur eine Frage der Zeit. Nach der Befreiung der Fledermaus wurde ich in der Küche gebraucht, ich musste Catwoman noch beim Servieren aushelfen. Einige Minuten später hörte ich ein lautes "scheiße!" aus dem Wohnzimmer, the Flash hatte ein Bier umgekippt, direkt auf den schönen neuen Teppich.

Doch es war alles nur halb so wild! Irgendwann kam sogar Spiderman dazu und viele freuten sich ein altes, bekanntes Gesicht wieder zu sehen. Superman stürzte sich direkt auf unseren alten Freund und stoßte mit ihm an. Genial!

Im Laufe des Abends passierten noch ganz amüsante Dinge, wie es auf Parties üblich ist. Aquaman tanzte auf dem Esstisch und sang 'I believe I can fly' und stampfte dabei auch unsere letzten Chips nieder. Batman wollte sich darauf auf den Weg machen und um 2.09 Uhr Nachschub besorgen, Idiot! Er wurde aufgehalten. Daredevil erzählte durchgehend Witze und lustige Geschichten, dass wir alle kaum aus dem Lachen kamen. Hulk forderte nach seinem 5. Bier und 3 Runden Tequila jeden einzelnen zum Armdrücken auf, doch nur the Flash traute sich. Wolverine fing irgendwann an Paris Hilton nach zu ahmen und machte sich dabei vollkommen zum Affen, wie auf jeder Party. Wonder Woman und ich tranken am wenigsten und lachten am meisten über die anderen, es war herrlich! Elektra fing dann irgendwann an auf einmal die Putzfrau zu spielen und räumte alles um sich rum auf, was ich besonders gut fand. Geiler Scheiß! Zum Schluss kotzte Auqaman nochmal über den ganzen Balkon und Daredevil machte sich so heftig darüber lustig, dass Superman sich verpflichtet fühlte Aquaman zu verteidigen und fing mit Daredevil zu streiten an. So hatten wir dann auch noch eine kleine Schlägerei auf der Party, die aber schnell wieder von Hulk und the Flash geschlichtet wurde. Um 6.48 Uhr gingen Elektra und Iron Man nach Hause. In der darauf folgenden Stunde machten sich auch Wonder Woman, Wolverine und the Flash auf den Weg nach Hause. Daredevil entschuldigte sich bei Aquaman und Superman und machte sich dann kurz darauf auch auf den Heimweg. Hulk half mir noch schnell Aquaman auf das Sofa zu bringen, damit er seinen Rausch dort ausschlafen kann und machte noch mit Superman etwas sauber, total nett! Doch die beiden hatten schon genug getan und ich schicke sie dann auch nach Hause, in ihre Betten. Spiderman und ich redeten noch ein wenig in der Küche, bis wir dann verdächtige Geräusche aus dem Wohnzimmer wahr genommen haben. Batman und Catwoman konnten wiedermal nicht die Finger von einander lassen! Wir haben sie schnell nach Hause geschickt, die Party war schließlich vorbei! Spiderman ging als letzter, mal abgesehn von dem besoffenen Wassermann auf meinem schönen Sofa. Es war toll ihn wieder zu sehen, mit einer herzlichen Umarmung zum Schluss ging er dann auch und ich schloss die Tür, drehte mich um und atmete Tief ein, was eine Nacht!

Ich ging nochmal durch die gesamte Wohnung, räumte noch ein wenig auf und führte mein Dauergrinsen spazieren. Ich war richtig glücklich, es war wirklich eine tolle Party!
Doch das war es immer, mit diesen Leuten.

Diese Leute!
Diese lauten, peinlichen, unzuverlässigen, verwirrten, drogensüchtigen, wunderschönen und liebevollen Leute!
Ach, wie ich sie brauchte, wie ich sie liebte!
Sie sind die Besten!


Es sind meine Helden, meine Superhelden, meine Freunde!


Donnerstag, 24. Dezember 2009

Ich krieg das hin! Wirklich!

Lieber Gott,
irgendwas läuft schief, kümmer dich bitte drum, danke!
Revan.

Wenn es doch so leicht wäre..
Es gibt Phasen im Leben, in denen man denkt der größte Loser der Welt zu sein. Nichts läuft wie man es will und die Ziele die man erreichen will, laufen einem davon.
Man hat keinen festen Boden unter den Füßen, man befindet sich dauerhaft im freien Fall.

Größtes Problem dieser Phasen:
Man weiß nicht wovon sie genau kommen und wie man sie wieder genau los wird.
Zumindest glaubt man das. Fuck!

Auf jeden ist klar, dass man sich ganz schön beschissen fühlt.
Und nun?
Das Leben muss ja weitergehen und am besten Bergauf, bitte!
Doch wie?
Man weiß ja nicht wie die Scheiße wieder weg geht.. erst mal Knopf zum Spülen suchen, damit der ganze Scheiß erst mal weg ist! Doch man muss den Knopf erst mal finden!

Es ist meistens so, dass das Problem einem bewusst ist, man es aber nicht wahr haben will und es deswegen tief in die Dunkelheit verdrängt, bis es bei einem selbst als Unbekannt eingestuft wird. Falsche Reaktion!
Wenn wir uns Ziele setzen, müssen wir auch leider dafür etwas tun.
Hört sich zwar scheiße an, doch genau deswegen scheint es so richtig zu sein.

Frust ist eine eklige Sache und um diesen abzubauen, muss man wieder aufstehen, egal wie schwer man gefallen ist. Hat man erst mal den ersten Schritt gemacht, muss man nur noch dran bleiben und findet dann auch schnell wieder den Weg zum Glück zurück. Doch der erste Schritt ist natürlich der schwierigste und bevor wir Schritte machen können, müssen wir uns ja auch noch aufrichten.
Schöne Scheiße. Aber hey.. los gehts!

Erst mal sich selbst Mut machen! Ist schwer.. aber mit viel Wollen geht das klar!
Einfach mal den Kopf frei kriegen, etwas für das Ziel tun.. lernen, trainieren, informieren, mal aufs Klo gehen und duschen und dann wieder an die Arbeit!
Und wir dürfen uns nicht aufgeben, nur weil man ein paar Verluste hat, immer weiter und weiter und weiter, bis einer blutet. Du schaffst das!

Wenn man diesen Punkt hinter sich hat, hat man einiges erreicht!
Stolz sein, sehr stolz!
Und einfach immer weiter machen, weiter handeln und einen Fuß vor den anderen setzen und klar kommen!
Der Rest läuft wie von allein.

Sooooo, theoretisch ganz einfach.
Aber dann den ganzen Plan wirklich mal durchzuziehen ist ein Kampf!
Eine wahre Schlacht! Krieg bis zum bitteren Ende!
Und auch wenn ich eigentlich komplett gegen Gewalt und Krieg bin, muss das wohl in diesem Sinne sein.
Sonst wird man diesen scheiß Frust doch nie los.. und man fühlt sich, als würde man im Leben nur nebenher laufen, auf Stand-by stehen, alles verpassen und die Zeit einfach nur ertragen anstatt zu leben.
Scheiß Gefühl!
Das wollen wir nicht!
Also tun wir etwas dagegen!


Also.. .
Der Plan steht vor mir und ich weiß, ich muss was tun..

.. doch irgendwie, hab ich keine Lust.

Donnerstag, 19. November 2009

Der Moment, in dem ein Mensch aufhört Mensch zu sein

Bilder sagen mehr als tausend Worte
Rede mit den Bildern
Erfahre was sie zu sagen haben













































































































Krieg!

Ich sitze hier und warte auf den alles entscheidenden Anruf nach Schulende: Hat Mama mein Lieblingsessen gemacht?

Im Hause Karaca ist es für einen Vegetarier sehr schwierig Essen zu finden. Man hat die große Auswahl an Obst, Nudeln und das Gras im Garten! Ein täglicher Kampf zwischen Hunger und vollkommener Befriedigung. Ein täglicher Kampf von vielen täglichen Kämpfen. Wenn man das mal so betrachtet, sind wir alle tapfere Krieger, die mit jedem neuen Tag in eine neue Schlacht ziehen.

Der Kampf der Müdigkeit zu wiederstehn und aus dem Bett zu klettern. Das Nutzen der gesamten Kraft um in letzter Minute den Bus zu kriegen. Der Verbrauch jeglicher Kreativität für die Ausrede der nicht gemachten Hausaufgaben. Das gezwungene Zurückhalten wenn der Lehrer aus einem eine Comedyshow macht. Die Aufrechterhaltung der Hoffnung bei der nächsten Matheklausur die Lösungsformel nicht zu vergessen und natürlich auch der Kampf um das Mittagessen at home.

Dürfen wir nicht allein durch die Tatsache, dass wir den Tag heil überstanden haben, stolz auf uns sein?

Wir sind Sieger wenn wir Abends munter und müde in unser kuscheliges Bett steigen und die Augen zudrücken. Ruhen uns über die Nacht aus und erholen uns von anstrengenden Schlachten, um am nächsten Morgen gleich wieder raus in die gefährliche Welt zu ziehen und ums Überleben zu kämpfen.

Der Stolz sollte uns überkommen!

Bei all diesen Gefahren da draußen ist uns gar nicht klar, dass es nur eine Frage des Glücks ist, dass wir jeden Abend noch zum Zähne putzen kommen. Wer verspricht uns, dass wir das nächste mal auf dem Schulweg nicht von einem unbekannten Flugobjekt gestriffen werden, ins wackeln kommen und zufällig in den Graben fallen, den unser Nachbar, einen Tag zuvor, für einen exotischen Vorgartenteich gegraben hat?

Genau deswegen ist es unsere Pflicht jeden Morgen mit einem Lächeln zu starten und stolz auf uns zu sein, egal was andere sagen, wir kämpfen für das Leben und wer was dagegen hat, kann uns mal!

Wir kämpfen hart, täglich(!), also lasst und mal kräftig auf die eigene Schulter klopfen und sagen: "Yo man, gut gemacht!".


Überlebt. Ich geh pennen.

Montag, 16. November 2009

"Hey.. drück mal auf PLAY!"

Musik laut aufgedreht!
Eine ganze Crew fordert mich zum hektischen bewegen auf.
Geiler Scheiß!

Als würde sich der Körper nicht schon automatisch zum Beat bewegen, steht man auf und genießt leidenschaftlich mit jeder Zelle die Musik, die verführerisch in der Ohrmuschel landet und Glücksgefühle in uns erweckt.

Kalt und eklig ist es da draußen.
Fenster zu!
Vorhang davor!
Überall Lichter an!
Der Raum leuchtet orange.
Die Musik lauter!

hey now I can't take another day

there's a feeling in the air and I can't find the words to say
chaos in the building where we stay
we're living in a house that we can't wait to set aflame

burn it down burn it down burn it down
hey now hey now hey now

Was ist das bitte für ein Gefühl?
Was ist das bitte für ein geiles Gefühl?
Sünde, baby!
Das kann nur Sünde sein!
Musik lauter! Lauter!
Die Farben leuchten!
Die Wände vibrieren!
Sünde!

burn it down burn it down burn it down

hey now hey now hey now

Hereinspaziert in das Paradies!
Hier gibt es alles!
Alles was das Herz begehrt!
Wie wir die Atmosphäre genießen!
Liebe liegt in der Luft!
Und verdammt viel Rauch!
Fenster auf, schnell schnell!
Musik lauter, lauter!
Die Lautsprecher tanzen und die Nachbarn singen:

burn it down burn it down burn it down

hey now hey now hey now

Es kommt nicht zum Ende, wir spielen einfach nochmal!
Was hält uns auf?
Und nochmal!
Da schau, ihnen sind Flügel gewachsen!
Sie fliegen davon, schnell schnell!
Adios los problemas, man sieht sich!
Musik lauter, bitte! Lauter!
Wir wollen übertreiben!
Rekorde brechen!
Vor Freude platzen!

burn it down burn it down burn it down

hey now hey now hey now

Stundenlang, bis jeder Muskel schmerzt!
Nachdem keiner mehr kann, nur noch 3 mal!
Wir sind dabei, jedes Einzelteil von uns!
Vereint singen dutzende verschiedene Stimmen die selben Zeilen!
Musik lauter, bitte! Lauter!
Der Chor ist voller Leidenschaft!
Die gesamte Stadt erhebt die Stimme..

burn it down burn it down burn it down

hey now hey now hey now

I wonder what they're doing tonight
I wonder if they're free
burn it down
so what am I to do with tonight
burn it down
hey now hey now hey now


Freitag, 9. Oktober 2009

Nach Lust.. und Laune.

Eine gute Story, von einer guten Unbekannten:

Es war bereits ein wunderschöner Tag und als ich nach Hause kam und wusste, er wird noch besser, fing ich an jede Minute zu genießen. Wunderschöner Tag!
Meine beste Freundin wird wiedermal ein Jahr älter und das wird natürlich auch gefeiert! Dieser Abend war uns Mädchen versprochen. Im kleinen Kreis, mit den besten Chicas, ist das immer sehr sehr seeehr amüsant!

Beim versuchten Verlassen der Wohnung hält mich eine dunkle Stimme aus der Küche auf: "Schatz, wann biste wieder da?" - "Ich geh mit den Mädels feiern. Das wir recht spät! Warte nicht auf mich, machst du heute etwas?" - "Die Jungs haben mich gerufen, unsere Wohnung wird wohl die Nacht verlassen bleiben?" - "Ich denke schon, viel Spaß, ich liebe dich!" - "Dir auch viel Spaß, ich dich auch!" Und mit einem Kuss zum Abschluss gings los!

Wir setzten uns alle gemeinsam an einen rießen Tisch in der Mitte unserer Lieblingsbar. Wir redeten, lachten und tranken die ganze Nacht! Es war einfach herrlich, von Anfang an! Schon nach wenigen Stunden waren alle gut betrunken und unsere Witze wurden immer primitiver und versauter. Die Gesprächsthemen wechselten ständig von Ernst auf Spaß und dann von Spaß auf Ernst und wieder zurück.

Im Laufe des Abends haben sich immer mehr neue Leute zu uns gesetzt. Es wurden neue Kontakte geknüpft und viel unterhalten. Einer von ihnen hieß Ben. Eigentlich kann ich mich nurnoch an Ben erinnern. Er war nett. Zumindest am Anfang.. mit der Zeit, wurde er einfach perfekt. Sein Aussehn. Sein Lachen. Wie er redet. Wie er guckt. Wie er mich berührt.

Das darf alles eigentlich nicht sein. Ich weiß nicht was ich da tu, aber ich tus einfach.

Ben war für mich kein Fremder. Wir gehörten zusammen, von Beginn bis Ende. Das komische war, dass ich genau wusste was ich da tu.. doch es war keine Hemmung da, ich wollte es so.
Ich wusste genau was passieren wird, wenn wir uns ein Taxi teilen und ich nicke, wenn er fragt, ob ich noch mit zu ihm möchte. Ich wusste genau was passieren wird, wenn ich in seine Wohnung komme und die Jacke aufs Sofa schmeiße. Ich wusste genau was passieren wird, als ich mich auf sein Bett gelegt habe.. und es war mir egal.

Ich lag noch 15 Minuten da, nachdem ich aufgewacht bin und hab ihm beim Schlafen zu geschaut. Schön war das. Doch nach diesen 15 Minuten, musste ich gehn. Nach diesen 15 Minuten, musste ich mich schnell und leise anziehn. Nach diesen 15 Minuten, wollte ich nichts anderes als schnell nach Hause gehn. Den nach diesen 15 Minten, ist mir klar geworden, was ich da gerade getan hab.

Ich hab Ben eine kleine Nachricht hinterlassen. Kurz und knapp. "WAR SCHÖN". Er wird das verstehn, den er ist perfekt.

Auf dem Weg nach Hause hab ich 1000 Gedanken im Kopf und verzweifle mit jedem Schritt mehr. Was hab ich da getan? Wieso war mir das so egal?
4 Jahre sind Dennis und ich schon ein Paar und nun? Wir hatten nie große Probleme, unter unseren Freunden lebten wir die Musterbeziehung, wir lieben uns.. dass weiß ich!
Wie soll ich ihm das beichten? Wie soll ich ihm erklären, dass ich ihn betrogen habe? Oh Gott.. betrogen.. ich hab Dennis doch nicht wirklich betrogen? Ich hab!
Ich merke vor Konzentration garnicht, wie mir schon Tränen über die Wange laufen. Er wird mich hassen! Das verzeiht er mir niemals! Was soll ich bloß tun? Verheimlichen? Nein! Das wäre nicht aufrecht.. ich muss es ihm sagen! Ich hatte viel getrunken, sehr viel! Die Stimmung, die Freude.. ich hatte soviel Stress bei der Arbeit, ich wollte einfach abschalten und hatte vergessen im richtigen Moment wieder einzuschalten.. es tut mir Leid, Dennis! Bitte..
Es hat mich auch keiner aufgehalten.. es war unbedeutend, es ist einfach passiert, ich will es nie wieder tun! Niemals wieder! Ich liebe dich!
Soll ich etwas mitnehmen? Bestechung soll das nicht sein.. doch vllt wäre es einfach angebracht.. doch was soll man bitte bei so einer Situation mit nach Hause nehmen? Ein rießen Teddy, der ein Herz in der Hand hat und darauf steht: I'm sorry!
Ich verzweifle.. und steh vor der Haustür. Kurz noch die Tränen wegwischen, tief durchatmen, Schlüssel umdrehen, Tür aufmachen. "Schatz.. ich bin zu Hause!"

Nervös und zitternd lauf ich ins Wohnzimmer. Ich hab solche Angst.. und wenn das nicht schon genug wäre, erschreck ich mich auch noch und lass die Schlüssel fallen.
Dennis: "Hallo Schatz.."

Da steht mein betrogener Liebster, zitternd, mit Blumen in der Hand und Tränen in den Augen.
Dennis: ".. ich muss dir etwas sagen.."

Meine Beine tun weh!

Fast täglich bis 4 in der Schule hocken und danach noch zu Hause abstressen mit Hausaufgaben, Lernen und den Eltern.

Nebenbei darf man seine Freunde nicht vernachlässigen und rennt einfach mal durch die gesamte Stadt um nach dem perfekten Geburtstagsgeschenk zu gucken und geht dann mit ihnen feiern oder skaten.
Ist ja nicht so als würde es keinen Spaß machen oder das man dazu gezwungen wird.. nicht doch! Doch wenn man dann abends im Bett liegt und auf einmal merkt.. aaaaaaaaaaaaltah, meine Beeeeeeine! Schmerzen der schönsten Art. Geiler Scheiß!

Man weiß garnicht wieviel man seinem Körper zumutet. Das arme Ding. Meine armen Beine. Meine armen Hände. Meine armen Locken. Meine armen Augen und meine armen wunderschönen Titten. Doch wenn man genau darüber nachdenkt.. diese Schmerzen.. sie tun einem gut! Sie zeigen uns, dass wir LEBEN! Clever.

Doch warum muss vielen erst klar werden, dass sie LEBEN wenn sie Schmerzen empfinden? Wer nicht versteht, der fühlt?
Ist jedem eigentlich bewusst, dass jeder einzelne Tag den wir bis jetzt überstanden haben, nie wieder zurück kommt? Der Tag ist vorbei und du wirst ihn nie wieder genießen können, nur noch die Erinnerungen bleiben. Dazu wissen wir nicht welcher Tag unser letzter ist. Woher soll ich wissen, dass ich morgen nicht sterbe? Oder in einer Woche? Oder eventuell in der nächsten Stunde? Wir müssen uns bewusst sein, dass wir dieses Leben nur EINMAL leben können. Wer hat soviel Mumm jeden Tag so zu leben, als würde er wissen das er noch genug weitere vor sich hat?

Dazu haben manche Menschen sich so an die schönen Dinge um sie herum gewöhnt, dass sie, sie einfach nicht mehr beachten. Traurig.
Als Kinder haben wir mit einem fetten Grinsen an der Bushaltestelle auf den Bus gewartet. Total aufgeregt und voller Freude haben wir darauf gewartet, dem Busfahrer endlich "hallo" sagen zu können. Wie uns damals unser erster Schultag, als der schönste Tag in unserem Leben, vorkam. Wie wir, am Anfang, jede Autofahrt als kleines Abenteuer betrachtet haben und wie wir, uns jeden Tag schon auf den nächsten gefreut haben.

Und nun? Es muss ja nicht so krass sein mit allen Kleinigkeiten, doch wir könnten uns doch wenigstens an den "größeren Kleinigkeiten" erfreuen, oder? Sind wir zur erwachsen um das Leben zu genießen? Ist es allgemein in der Gesellschaft unmöglich geworden, in allem etwas Schönes zu sehen?
http://www.youtube.com/watch?v=LiDDLXIPQ6E

Rischtisch!
Doch wir müssen es wollen und wollen heißt auch daraufhin handeln und handeln heißt: AUGEN AUF!

Das Leben ist scheiße.. wenn man es von der falschen Seite betrachtet.

Wir betrachten die Schönheit einer Blume ja auch nicht an ihrem Stiel, oder?
Das Leben ist wunderbar, jeder Tag davon! Klar.. es gibt beschissene Momente im Leben. Doch wenn wir das Dunkle nicht hätten, könnten wir auch nicht das Licht sehen. Ganz einfach.
Man muss sich selbst Mut machen!
Nach jedem Streit gibt es Versöhnung und Akzeptanz. Nach jeder schlechten Note, kann auch eine gute folgen. Nach jeder Träne kommt irgendwann ein Lächeln und nach jeder Sünde kommt eine Vergebung.

Aufstehen. Handeln. Leben! Ist klar soweit?
Gut.. den ich muss jetzt mal für kleine Skaterinnen.

Peace!

Samstag, 19. September 2009

Christmas 1956

Lange lange ists her.
Genau so lange hab ich auch nicht mehr geschlafen, zumindest kommt es mir so vor.

Gestern war eine lange, anstrengende, aber auch schöne Nacht!
Rock the Erler war ein Erfolg. Gut haben wirs gemacht! Stolz!

Dave Chappelle fährt Skateboard!
Gibts in Indien eig Emos?

Die erste Schulwoche ist rum und meine Geburtstagsparty rückt immer näher.
Schule war entspannend, geradezu schön. Meine neue Klasse verschönert mir die Schulzeit.

Irgendwie hab ich grad Lust auf Schwimmen.

Mein 18ter wird in genau einer Woche gefeiert. Gästeliste muss nochmal bearbeitet werden. Getränke und Essen besorgen. Alles mit der Musikanlage nochmal abchecken und die Deko nicht vergessen. Eigentlich alles easy, wenn mir die Faulheit nicht den Willen nimmt. Hoffen!

Im TV läuft nur scheiße!
Katzen lügen niemals!

Scheiße, bin ich müde.
Alte Musikvideos im TV, Erinnerungen.. ooooh.
Müde.

Wusstet ihr, dass man für die Herstellung eines Cents zwei Cent benötigt?

War ein entspannter Tag. Gute Nacht. Schlafen!

Donnerstag, 17. September 2009

Revan Riley!

Wisst ihr wie sehr Namen einen beeinflussen?
Sie bestimmen unsere Eigenschaften.

Harte Sache..
Wie wäre ich wohl, wenn ich Revan Riley heißen würde..
Ich wäre wahrscheinlich eine sehr offene, versaute , kleine Huuuuuuu..


Im Kindergarten wäre ich bestimmt total frech, würde die anderen Zwerge durch die Gegend schubsen, das Essen auf den Boden werfen und alles zusammenschreien, bis ich aus dem Kindergarten flieg. Rebellin!
In der Grundschule würde ich anfangen mich zu schlägern und die Elternbriefe würden sich häufen und stabeln. Nach 17 Besprechungen zwischen Eltern und Lehrern, würde ich die Schule wechseln und ins Internat gehn. Dort würde ich langsam zur Vernunft kommen, weil ich es ätzend finde dort zu sein und hoffe mit einem guten Benehmen nach der 4ten Klasse da raus zu kommen. Durch erzwungene gute Leistung würde ich dann nach der 4ten auf ein öffentliches Gymnasium wechseln, in dem ich mich zunächst durchschnittlich druchkämpfe, gewohnt an das lernen und aufpassen. Nach einiger Zeit abgewöhnen der Moral würde ich mit der 7ten Klasse endlich wieder anfangen aufzufallen. Lehrer anschreien. Schlechte Noten. Kleine Schlägerein. Beleidigungen. Erste Kippe rauchen. In der 9ten Klasse bin ich dann schon auf eine Realschule gewechselt und mache dort mit dem rebellieren weiter. Neue Umgebung, neue Freunde, neue Drogen. Am Wochenende komm ich garnicht nach Hause und übernachte in fremden Sportwagen, fremden Betten oder Wiesen. Ich fange an die Schule zu schwänzen und besuche meinen Freund der 5 Jahre älter ist und eine eigene Wohnung hat. Rauche inzwischen schon eine halbe Schachtel am Tag und benutze den restlichen Tabak für Joints. Durch mein gutes Fingerspitzengefühl bin ich ein Naturtalent im Drehen und bekomm so schnell den Spitznamen Roll-Riley. Als ich in die 10te Klasse komme schmeißen mich meine Eltern für 2 Wochen aus dem Haus, da sie mitbekommen habe wie ich vorm Haus gedealt habe. Meine Noten sind mies und da ich fest daran glaube den Abschluss sowieso nicht zu packen, scheiß ich komplett drauf, sitzt die Zeit in der Schule einfach ab und wiederhol dann die 10te Klasse. Mitten im Halbjahr macht meine erste große Liebe mit mir Schluss, weil er mich mit seinem besten Freund in seine Karre erwischt hat. Blaues Auge. Anzeige. Arschloch! Ich wiederhol die 10te Klasse und pack die Realschule mit 3,2. Nach 2 Anzeigen wegen Verstoß gegen das Betäubungsgesetz schmeißen mich meine Eltern ganz ausm Haus und ich wohn erstmal bei einem Kerl, den ich auf einer Party kennen gelernt habe, er auf mich steht aber zu schüchtern ist um sich ran zu machen, perfekt! Ich mach aus seiner Wohnung ein Kiffer-paradies für all meine Freunde, bis er mich nach 4 Monaten freundlich darum bittet aus zu ziehen. Nach 2 Monaten geh ich seiner Bitte nach und zieh in eine Absteige voller Punks, mit denen ich mich dann auch gut anfreunde. Neben Alkohol, Gewalt und Koks werden die Demos auf offener Straße sowas wie ein neues Hobby für mich. Hier fällt mir zum ersten Mal auf, dass ich das Talent habe, andere Menschen von etwas zu überzeugen. Inzwischen bin ich fast 18 und wohne nun 7 Monate mit den Punks zusammen. Der 18te wird fett gefeiert und eskaliert. Einer meiner besten Freunde kommt bei einer Schlägerei ums Leben und ich versinke in Trauer und meine Schuldgefühle fressen mich von Innen auf. Ich halte es keine 3 Tage länger bei meinen Freunden aus und hau mitten in der Früh einfach ab. Für einen Brief hatte ich keinen Stift gefunden deswegen hab ich einfach eine Haarsträhne mit meinem Taschenmesser abgeschnitten und sie vor die Tür gelegt. Ich fahr irgendwo hin, steig nach Gefühl um und lauf durch die Gegend, bin ich in Köln ankomme. Und..

grad ist es 00.09 Uhr.. =)

So wäre mein Leben bis JETZT wenn ich Revan Riley heißen würde.. wow.. echt hart ne?
Stellt euch mal vor was wäre wenn ich Revan Müller heißen würd. Schickig.

Ohne korrigieren posten.. heute Lebe ich mal gefährlich! Entschuldigt somit also Tippfehler.
Bin Pennen. Peaaaaaaaaace!

"Männer...

... sind scheiße, nutzlos und überbewertet. Wir Frauen wären ohne sie viel besser dran!"

- ehm, nein?!
Man behauptet als Frau oft und gerne mal, dass das männliche Geschlecht ein Fehler der Natur ist und das man alle Betroffenen gerne verschwinden lassen würde, doch man sollte nicht zu vorlaut sein! Eine Welt ohne Männer würden wir Frauen doch gar nicht wollen, oder?

Ja, sie vergessen uns anzurufen, versetzen uns, betrügen uns mit unserer besten Freundin, kotzen uns nach wilden Saufabenden vor die Haustür und zwingen uns die von ihnen vergessene Klobrille selbstständig wieder runter zu klappen.
Sie verletzen uns, doch trotz allem werden wir sie immer brauchen.

Schließlich fühlen wir uns in keinem Moment schöner, als in dem, wenn er sagt wie bezaubernd wir in unserem neuen Kleid aussehen. Fühlen uns niemals wohler als in seinen Armen. Haben nicht mal in der düstersten Nacht Angst, wenn er bei uns ist. Wir schließen die Augen beim durchklingeln und freuen uns gleich von seiner dunklen Stimme begrüßt zu werden. Träumen schon als kleines Mädchen davon, wie er mit einem Lächeln vorne am Altar auf uns wartet und versuchen unser Leben lang immer wieder einen zu finden, der uns so glücklich macht.
Und seien wir doch mal ehrlich, ein Vibrator kann das alles (leider) nicht.

Man muss doch zugeben, dass wir selbst die ganzen kleinen Schwächen eines Mannes irgendwo auch lieben.
Den kurzen Blick, den sie total naiv auf unser atemberaubendes Dekollte werfen, in der Hoffnung, dass wir es nicht bemerken. Die Versuche uns durchgehend, ohne sich ablenken zu lassen, in die Augen zu schauen. Das nervöse hin und her wippen, wenn sie mit uns auf unseren Bus warten. Das ständige Bedürfnis uns zu beeindrucken. Der verzweifelte Versuch uns immer das richtige Geburtstagsgeschenk zu besorgen, nachdem sie den Geburtstag vergessen haben. Das ausdrückliche beweißen, dass sie echte MÄNNER sind.

Wir müssen uns nicht schämen und dürfen ruhig zugeben, dass unsere Adamsapfel-Träger nicht "scheiße" sind und wir sie brauchen.
Den genau so sehr wie wir sie benötigen, benötigen sie auch uns.

Erheben wir einfach mal unsere mit Jules-Mumm gefüllten Gläser und trinken mit den Mädels auf alle Kevins, Patricks, Antons, Marvins, Yannicks, Romans, Emils und Detlefs.. vielleicht folgen sie uns mit ihren Bieren.


Die Arschlöcher habens irgendwie verdient.

Und schon wieder die Seele verkauft..

Diesmal an Blogger.
Aber was solls, das Schreiben gefällt mir, also leg ich einfach mal los!
Doch zunächst erstmal essen gehn, hab hunger!

Peace!

Kaffee war mein zweitgrößter Einfluss. Vielen Dank fürs Lesen!