Eine gute Story, von einer guten Unbekannten:
Es war bereits ein wunderschöner Tag und als ich nach Hause kam und wusste, er wird noch besser, fing ich an jede Minute zu genießen. Wunderschöner Tag!
Meine beste Freundin wird wiedermal ein Jahr älter und das wird natürlich auch gefeiert! Dieser Abend war uns Mädchen versprochen. Im kleinen Kreis, mit den besten Chicas, ist das immer sehr sehr seeehr amüsant!
Beim versuchten Verlassen der Wohnung hält mich eine dunkle Stimme aus der Küche auf: "Schatz, wann biste wieder da?" - "Ich geh mit den Mädels feiern. Das wir recht spät! Warte nicht auf mich, machst du heute etwas?" - "Die Jungs haben mich gerufen, unsere Wohnung wird wohl die Nacht verlassen bleiben?" - "Ich denke schon, viel Spaß, ich liebe dich!" - "Dir auch viel Spaß, ich dich auch!" Und mit einem Kuss zum Abschluss gings los!
Wir setzten uns alle gemeinsam an einen rießen Tisch in der Mitte unserer Lieblingsbar. Wir redeten, lachten und tranken die ganze Nacht! Es war einfach herrlich, von Anfang an! Schon nach wenigen Stunden waren alle gut betrunken und unsere Witze wurden immer primitiver und versauter. Die Gesprächsthemen wechselten ständig von Ernst auf Spaß und dann von Spaß auf Ernst und wieder zurück.
Im Laufe des Abends haben sich immer mehr neue Leute zu uns gesetzt. Es wurden neue Kontakte geknüpft und viel unterhalten. Einer von ihnen hieß Ben. Eigentlich kann ich mich nurnoch an Ben erinnern. Er war nett. Zumindest am Anfang.. mit der Zeit, wurde er einfach perfekt. Sein Aussehn. Sein Lachen. Wie er redet. Wie er guckt. Wie er mich berührt.
Das darf alles eigentlich nicht sein. Ich weiß nicht was ich da tu, aber ich tus einfach.
Ben war für mich kein Fremder. Wir gehörten zusammen, von Beginn bis Ende. Das komische war, dass ich genau wusste was ich da tu.. doch es war keine Hemmung da, ich wollte es so.
Ich wusste genau was passieren wird, wenn wir uns ein Taxi teilen und ich nicke, wenn er fragt, ob ich noch mit zu ihm möchte. Ich wusste genau was passieren wird, wenn ich in seine Wohnung komme und die Jacke aufs Sofa schmeiße. Ich wusste genau was passieren wird, als ich mich auf sein Bett gelegt habe.. und es war mir egal.
Ich lag noch 15 Minuten da, nachdem ich aufgewacht bin und hab ihm beim Schlafen zu geschaut. Schön war das. Doch nach diesen 15 Minuten, musste ich gehn. Nach diesen 15 Minuten, musste ich mich schnell und leise anziehn. Nach diesen 15 Minuten, wollte ich nichts anderes als schnell nach Hause gehn. Den nach diesen 15 Minten, ist mir klar geworden, was ich da gerade getan hab.
Ich hab Ben eine kleine Nachricht hinterlassen. Kurz und knapp. "WAR SCHÖN". Er wird das verstehn, den er ist perfekt.
Auf dem Weg nach Hause hab ich 1000 Gedanken im Kopf und verzweifle mit jedem Schritt mehr. Was hab ich da getan? Wieso war mir das so egal?
4 Jahre sind Dennis und ich schon ein Paar und nun? Wir hatten nie große Probleme, unter unseren Freunden lebten wir die Musterbeziehung, wir lieben uns.. dass weiß ich!
Wie soll ich ihm das beichten? Wie soll ich ihm erklären, dass ich ihn betrogen habe? Oh Gott.. betrogen.. ich hab Dennis doch nicht wirklich betrogen? Ich hab!
Ich merke vor Konzentration garnicht, wie mir schon Tränen über die Wange laufen. Er wird mich hassen! Das verzeiht er mir niemals! Was soll ich bloß tun? Verheimlichen? Nein! Das wäre nicht aufrecht.. ich muss es ihm sagen! Ich hatte viel getrunken, sehr viel! Die Stimmung, die Freude.. ich hatte soviel Stress bei der Arbeit, ich wollte einfach abschalten und hatte vergessen im richtigen Moment wieder einzuschalten.. es tut mir Leid, Dennis! Bitte..
Es hat mich auch keiner aufgehalten.. es war unbedeutend, es ist einfach passiert, ich will es nie wieder tun! Niemals wieder! Ich liebe dich!
Soll ich etwas mitnehmen? Bestechung soll das nicht sein.. doch vllt wäre es einfach angebracht.. doch was soll man bitte bei so einer Situation mit nach Hause nehmen? Ein rießen Teddy, der ein Herz in der Hand hat und darauf steht: I'm sorry!
Ich verzweifle.. und steh vor der Haustür. Kurz noch die Tränen wegwischen, tief durchatmen, Schlüssel umdrehen, Tür aufmachen. "Schatz.. ich bin zu Hause!"
Nervös und zitternd lauf ich ins Wohnzimmer. Ich hab solche Angst.. und wenn das nicht schon genug wäre, erschreck ich mich auch noch und lass die Schlüssel fallen.
Dennis: "Hallo Schatz.."
Da steht mein betrogener Liebster, zitternd, mit Blumen in der Hand und Tränen in den Augen.
Dennis: ".. ich muss dir etwas sagen.."
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