Lola ist 26 Jahre alt und gerade aufgewacht.
In einer Stunde muss sie aus dem Haus und zur Arbeit.
Auf geht's.
Nach 55 Minuten die letzten Erledigungen und schon war sie fertig.
Punkt sieben fährt sie los, mit ihrem NewBeetle. Rot.
Ampeln rot, gelb, grün, gelb, rot, gelb, grün, gelb, rot, gelb, grün. Bei der Arbeit.
Sie ist heute recht müde und kann ihre Aufgaben nur mühsam erledigen.
Es ist Mittagspause.
Lola holt sich in ihrem Lieblingscafé ihren Lieblingskaffee.
Setzt sich auf eine Bank im Park und schaut den lebenden Geschöpfen zu.
Alle sehen unterschiedlich aus, alle bewegen sich anders, jeder individuell.
Lola bemerkt in diesem Moment, dass sie zuvor noch nie bemerkt hatte, wie interessant es aussieht, wenn man nur auf die Füße eines gehenden Menschen achtet.
Wie sich die Füße abwechselnd vom Boden erheben und wieder auf ihm landen, sich dabei fortbewegen. Eine amüsante Beobachtung.
Lola fängt an darüber nach zu denken, ob es nicht noch mehr solche unbeachteten Phänomene gibt. Lola schaut sich um, einige Minuten und sie wird fündig.
Die kleinen Kinder da hinten. Eines sitzt, eines rennt.
Das, das sitzt, atmet ganz beruhigt, der Brustkorb erhebt sich kaum, man muss genau hinschauen.
Das, das rennt, atmet ganz schnell, der Brustkorb erhebt sich sehr, ganz schnell und stark.
Lola schaut sich noch mehr um und entdeckt noch mehr atmende Menschen.
Die Brust des alten Mannes gegenüber erhebt sich nur sehr langsam und nicht so oft.
Die Brust des rauchenden Jugendlichen, neben dem Apfelbaum, passt sich der Atmung beim Inhalieren an.
Atmen, wie simpel und interessant.
Kaum hat Lola sich schon daran erfreut zwei solche interessanten Beobachtungen zu machen, entdeckt sie noch eines.
Die zu schnell vergehende Zeit. Sie hatte in der ganzen Euphorie, Entdeckerin zu sein, die Zeit komplett vergessen. Sie eilt mit großen Schritten zur Arbeit zurück. Nur fünf Minuten Verspätung. Kein Problem, sagt Chef. Glück gehabt.
Lola setzt sich an ihren Arbeitsplatz. Da sieht sie auf einmal etwas Neues. Sie hatte nie bemerkt, dass jemand ein Smiley auf die Wand gemalt hatte, die ihr gegenüber liegt. Nur ganz klein und in die Ecke - versteckt, damit es keiner sieht. Niemand der nicht wachsam ist.
Lola lacht, dass sie heute solch' kleine Schätze entdeckt.
Dinge, die ihr sonst nie auffallen.
Und als Lola in sich hört, bemerkt sie, wie fröhlich und glücklich sie gerade ist.
Da fällt ihr nur ein Satz ein, wie ein Blitz.
Der Satz kam aus dem Mund ihres Großvaters, als sie noch klein war und auf seinem Schoss saß um eine spannende Geschichte zu hören.
"Die kleinen Dinge im Leben, machen alles schön."
Das war Lola zwar schon immer bewusst, doch sie hatte jetzt nur gemerkt, dass sie unter 'die kleinen Dingen im Leben' etwas falsch verstanden hatte.
Wie ungeschickt, Lola.
Da gibt es noch etwas, was ich euch sagen wollte, aber ich habs leider vergessen.
Kleine Türkin, mittellange Texte
Samstag, 17. April 2010
Verloren im hier und jetzt
Gefühle gibt es in verschiedenen Stärken.
Mit der Körperbeherrschung werden einige gehemmt.
Es ist ein Kampf zwischen den beiden.
Der Gewinner zeigt sich in der Handlung der Person.
Es gab ein Moment in dem das Gefühl komplett übernahm.
Die Zeit verlor sich und das Licht wurde gedämmt.
Es war nicht dunkel, es war nur ohne Hemmung.
Mit dem Herzklopfen fängt es an.
Es schlägt gegen den Brustkorb.
Man kann es fühlen, gerade zu hören, fast sehen.
Man verliert die Spannung.
Der Körper ist komplett befreit von Kontrolle und man bekommt
Angst - nun kann alles geschehen.
Musik in den Ohren lässt einen beruhigen.
Sobald die Angst verschwunden ist, bist du im Nirwana.
Gedanke, keine Gedanken, nur ein Gedanke.
Du bist klar und benommen.
Benommen weil du an nichts anderes denken kannst,
doch umso klarer der aktuelle Gedanke der Lust ist.
Nur noch der Instinkt ist da, dein Wille, dein Verstand hat sich verabschiedet.
Zitternde Lippen, schweres Atmen, langsame Bewegungen, intensives Berühren.
Der Körper bebt, er lebt!
Man dreht nicht durch, absolut entspannt.
Alles scheint in Zeitlupe und man bedankt sich dafür, da jedes Gefühl, jeder Geschmack und jeder Blick lange genug andauert um ihn bis ins letzte aus zu kosten.
Man fährt durchs Haar, beißt ins Fleisch und ist blind von Gefühlen.
Die Beherrschung hat verloren, der Körper gewinnt.
Vergessen ist die Körperbeherrschung.
Doch keine Wut, nur Leidenschaft.
Keine Trauer, nur das ruhige Ich.
Keine Angst, nur Wille.
Fabelhaft.
Der Moment in dem man meditiert.
Einfach liebt und lebt.
Sich das nimmt, was man am meisten will.
Alleine mit seinem Traum, seinem Wunsch.
Ohne Hemmungen.
Die Gefühle gewinnen und bleiben oben, bis die Körperbeherrschung wieder zurück kehrt.
Eine neue Schlacht beginnt.
Wer gewinnt?
Der Gewinner zeigt sich in der Handlung der Person.
Mit der Körperbeherrschung werden einige gehemmt.
Es ist ein Kampf zwischen den beiden.
Der Gewinner zeigt sich in der Handlung der Person.
Es gab ein Moment in dem das Gefühl komplett übernahm.
Die Zeit verlor sich und das Licht wurde gedämmt.
Es war nicht dunkel, es war nur ohne Hemmung.
Mit dem Herzklopfen fängt es an.
Es schlägt gegen den Brustkorb.
Man kann es fühlen, gerade zu hören, fast sehen.
Man verliert die Spannung.
Der Körper ist komplett befreit von Kontrolle und man bekommt
Angst - nun kann alles geschehen.
Musik in den Ohren lässt einen beruhigen.
Sobald die Angst verschwunden ist, bist du im Nirwana.
Gedanke, keine Gedanken, nur ein Gedanke.
Du bist klar und benommen.
Benommen weil du an nichts anderes denken kannst,
doch umso klarer der aktuelle Gedanke der Lust ist.
Nur noch der Instinkt ist da, dein Wille, dein Verstand hat sich verabschiedet.
Zitternde Lippen, schweres Atmen, langsame Bewegungen, intensives Berühren.
Der Körper bebt, er lebt!
Man dreht nicht durch, absolut entspannt.
Alles scheint in Zeitlupe und man bedankt sich dafür, da jedes Gefühl, jeder Geschmack und jeder Blick lange genug andauert um ihn bis ins letzte aus zu kosten.
Man fährt durchs Haar, beißt ins Fleisch und ist blind von Gefühlen.
Die Beherrschung hat verloren, der Körper gewinnt.
Vergessen ist die Körperbeherrschung.
Doch keine Wut, nur Leidenschaft.
Keine Trauer, nur das ruhige Ich.
Keine Angst, nur Wille.
Fabelhaft.
Der Moment in dem man meditiert.
Einfach liebt und lebt.
Sich das nimmt, was man am meisten will.
Alleine mit seinem Traum, seinem Wunsch.
Ohne Hemmungen.
Die Gefühle gewinnen und bleiben oben, bis die Körperbeherrschung wieder zurück kehrt.
Eine neue Schlacht beginnt.
Wer gewinnt?
Der Gewinner zeigt sich in der Handlung der Person.
Montag, 5. April 2010
Grüne Flügel
Faule Kreatur,
umhüllt von zartem Braun.
Liebliches Bild.
Gezogen an Verwirrung,
eingeatmet die Kreativität.
Geschmeckt hat man die Natur,
geliebt die Unruhe des Körpers.
Tanzende Nerven,
schlagendes Herz,
das Ohr hört die Musik im Stillen.
Das zarte Braun,
wandelt sich zur frierenden Haut,
Gänsehaut.
Der bittere, vertraute Geschmack zergeht im Munde.
Erinnert an Gutes.
Süßes, welches auf der Zunge zergeht,
löst die selbe Freude.
Langesam und klein werden die Schritte.
Gedanken verlangen mehr Zeit.
Lippen suchen kussfestes.
Farbunterschiede auf dem Boden führen uns,
wechselnt von fein zu grob.
Man bemerkt wie die Kleidung auf dem Leibe streift,
der angezogende Fetzen unverändert tobt.
Mitten in der Natur,
vom Grünen verschlungen,
von anderem Grünen benommen,
singt das Herz:
Boom, boom, boom.
Die sterbliche Hülle ist beunruhigt,
warm und kalt zugleich ist es einem.
Erhoben vom Boden,
schwebt der Organismus über den Wolken,
mit geschlossenen Augen durch den Nebel.
Halb so schön wäre es nur,
es alleine zu leben.
Gemeinsam, sei es nur im Traum,
zaubert uns ein bisschen Grasgrün
ein unfassbar helles Anlitz
und ein kleines Lächeln,
im großen Raum.
Als hätte man saftiges,
zwischen Zahn und Gaum.
Verführt von Gefühlsüberwältigung,
will man liebvolles zu beißen.
Haben geraucht vor einer Weile,
genossen im jetzt,
baut man den nächsten Wilden.
Hier ein kleines Hippiemärchen.
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